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Jahresrückblick 2017

Wo ist die Zeit hin? Gerade war noch Januar 2017, – schwupps – schreiben wir schon Januar 2018. Es hat sich einiges getan. Grund also, mal die letzten Monate Revue passieren zu lassen und sich an die Geschehnisse – positive wie negative – zu erinnern.

 

Das Wichtigste vorweg: Mein Blog feiert dieser Tage sein Einjähriges! Vor einem Jahr habe ich also mit diesem Projekt begonnen. Eigentlich ohne groß darüber nachzudenken. Schreiben wollte ich über das, was mir am meisten Spaß macht und mich schon fast mein ganzes Leben begleitet: die Reiterei. Ich hatte die Idee dazu schon einige Zeit im Kopf und las natürlich im Vorfeld auch eine Menge über’s Bloggen an sich. Das Netz ist ja mittlerweile voll von Bloggern, die übers Bloggen bloggen. Als ich die Website schließlich aufsetzte, gab es zwei Dinge: die grobe Idee mit ein paar Details und meinen Schriftzug. Selbst designt und zusammengebastelt, natürlich. Hübsch sollte er sein, nicht zu tussig und vor allem wiedererkennbar. Ich startete im Januar also quasi „ins Blaue hinein“. Das Wichtigste bei solchen Projekten ist, dass man einfach anfängt. Natürlich nicht komplett planlos – das geht meist in die Hose. Die ersten Gehversuche mit der Website klappten ohne große Zwischenfälle. Dank des Baukastensystems ist die Bedienung für einen IT-Laien wie mich absolut „idiotensicher“. 

 

Doch wie kann ich jetzt die Leute darauf aufmerksam machen? Bis auf mein privates Facebook-Profil hatte ich mich bislang gegen sämtliche soziale Medien gesträubt. Vor allem, weil ich private Dinge nicht an jeden x-beliebigen Menschen in der Welt rausposaunen muss. Aber hier ging es ja um etwas anderes: die Vermarktung meines Blogs. Zufälligerweise wurde eines Tages im Radio über das Thema „Instagram“ gesprochen. Das kannte ich natürlich auch schon, aber war noch nicht so ganz warm damit. Als jedoch die „harten Fakten“ auf den Tisch kamen, vor allem, dass Instagram mittlerweile eine größere Reichweite besitzt als Facebook, war klar: ich komme da nicht dran vorbei. So wählte ich also im Februar Instagram als Mittel der Wahl, um die Menschen und vor allem die Reiter auf mich aufmerksam zu machen.

 

Zugegeben, die ersten Posts waren alles andere als professionell. Ich musste ja erstmal einiges über Instagram lernen. Learning by doing, in diesem Fall. Wie taggt man Beiträge richtig? Welche sind die besten Hashtags für meine Zielgruppe? Wann postet man idealerweise, um eine möglichst große Menschenschar zu erreichen, bevor mein Beitrag in den Newsfeeds wieder untergeht? Auch hier lautet meine Devise: einfach mal machen und sehen, was dabei rauskommt. Was gibt es schließlich zu verlieren? Im schlimmsten Fall Follower. Na und? Es kommen ja auch wieder neue dazu. Mit dem Folgen selbst verhielt es sich ähnlich: erstmal rantasten. Wahrscheinlich war ich da anfangs selbst zu zaghaft. Denn viele Follower 


bekommt man meist nur, wenn man selbst vielen folgt. So verwundert es denn auch nicht, dass ich erst Ende Oktober die 300 Follower-Marke erreicht hatte. Mittlerweile steigen meine Followerzahlen aber und auch die Aufrufe meines Blogs werden mehr. Natürlich ist bei beidem noch deutlich Luft nach oben. Aber hey, ich habe Zeit. Es ist in erster Linie ein Hobby. Ich verdiene meine Brötchen anderweitig, bin also nicht auf Teufel-komm-raus darauf angewiesen.

 

Mitte Mai hörte ich dann vom ehorses Magazin. ehorses kannte ich vorher schon als Online-Pferdemarktplatz. Ich bewarb mich dort als Gastautor – und wurde genommen. Geld bekomme ich keins, dafür ist es aber eine prima Gelegenheit, mich einem großen Fachpublikum zu präsentieren und nebenbei auch meinen eigenen Blog und meinen Instagram Account zu promoten. Meine Beiträge sind dort auch etwas anders vom Schwerpunkt her. Es geht mehr um Fachwissen rund ums Pferd und Reiten. Zudem durchlaufen die Beiträge auch immer erst noch eine kritische Redaktionskontrolle, bevor sie tatsächlich freigegeben werden.

 

Der Sommer war von vielen Turnieren geprägt. Angefangen mit dem Pfingstturnier in Wiesbaden, für das ich dieses Jahr auch Werbepartner sein durfte. Meine Freundin Andrea begleitete ich ebenfalls wieder als TT zur einen oder anderen Dressurprüfung. Ich selbst konnte dieses Jahr leider keine Turniere reiten, denn mit den Pferden hatte ich leider nicht so wirklich Glück. Die Reitbeteiligung an Arosa habe ich aus gesundheitlichen Gründen der Stute aufgegeben. Ramon, der Wallach, der mir eigentlich zur Verfügung gestellt werden sollte, wurde mir quasi ohne mein Wissen unterm Sattel wegverkauft. Danach suchte ich sehr lange nach einem passenden Pferd, bevor ich schließlich im September die Reitbeteiligung an Funky übernahm. Vor diesem Sommer wird es wahrscheinlich auch nichts mit einem Start. Schauen wir einfach mal.

 

Im November hatte ich dann meinen kleinen, ganz persönlichen „Änder-November“ gestartet. Dinge, die ich unbedingt angehen wollte bzw. musste. Für euch habe ich dann entsprechende Wochen-Updates verfasst, damit ihr auf dem Laufenden wart. Daneben durfte ich einen Lehrgang bei Ausbilder Rolf Petruschke mitreiten. Sehr lehrreich, das werde ich bei Gelegenheit gern wiederholen. Und ein erstes Gewinnspiel habe ich in dem Monat auch ausgelobt. Anlass war die Erreichung der 500 Follower. Es wird bestimmt nicht das letzte gewesen sein.

 

Über das Jahr hinweg konnte ich bereits einige tolle Kontakte knüpfen. Allen voran die liebe Kristine, die als „Equus Domesticus“ ihren eigenen Blog hat. Wir sind uns in so vielen Dingen ähnlich, das ist wirklich unglaublich. Ich schätze ihre Meinung sehr, denn sie hinterfragt auch mal kritisch und gibt wichtige Anregungen. Sie schreibt tolle und durchdachte Artikel, ein Blick auf ihren Blog lohnt sich auf jeden Fall. Dann lernte ich dieses Jahr auch die liebe Doreen von Healthy Horses kennen, die durch einen meiner Beiträge auf mich aufmerksam wurde. Ich durfte im Oktober eine ihrer Stiefelparties besuchen und bekam einen kleinen Einblick hinter die Kulissen dieses jungen, aber doch sehr erfolgreichen Unternehmens. Zudem bekam ich beim Festhallen-Reitturnier in Frankfurt im Dezember Gelegenheit, einige wichtige Größen des Reitsports zu einem Shake-hands zu treffen. Unter anderem Ingrid Klimke und Uta Gräf. Mit Jessica von Bredow-Werndl durfte ich zusammen mit den Schreiberlingen der „großen“ Reitsportzeitschriften (Cavallo, St. Georg usw.) ein kurzes Interview führen. Auch eine tolle Lektion, mal miterleben zu dürfen, wie die „Großen“ das machen. Ich hoffe, ich bekomme bald mal wieder Gelegenheit zu so etwas.

 

Tja, und nun ist das Jahr also wieder rum. Insgesamt kann ich eine positive Bilanz ziehen. Die ersten Schritte als Reitsportblogger sind mir größtenteils so geglückt, wie ich mir das erhofft hatte. Ich habe wichtige Dinge gelernt, die ich für die Zukunft umsetzen kann und werde. War jetzt also alles Friede, Freude, Eierkuchen? Nein, natürlich nicht. Es gab hier und da natürlich Aufreger. Vor allem die lange Durststrecke auf der Suche nach einem Pferd hätte beinahe dazu geführt, dass ich hinschmeiße. Ich meine – ein Reitsportblogger, der kein Pferd hat, das er regelmäßig in neuen Schabracken auf Instagram präsentieren kann? Für viele Follower scheinbar problematisch und auch mit ein Grund, warum die Followerzahl sich über einige Monate hinweg nicht signifikant erhöht hat.

 

Aber auch solche Erfahrungen gehören mit dazu. Man lernt daraus, wächst daran. Ich habe großen Spaß an dem, was ich mache. Ich lerne täglich neu dazu. Stecke viel Herzblut in das Projekt. Ich schreibe, was ich denke und gehe bei alledem meinen ganz eigenen kleinen Blogger-Weg. Natürlich auch weiterhin.

 

Was ich in 2018 vorhabe, lest ihr übrigens in einem weiteren Beitrag.