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DIY: So easy bastelst du einen Schleifenkasten

Die Turniersaison 2018 hat begonnen und vielleicht habt ihr ja schon die ersten Starts hinter euch gebracht; vielleicht sogar schon die ersten Schleifen abgeräumt? Nun braucht es natürlich eine geeignete Möglichkeit, diese aufzubewahren und zur Schau zu stellen. Passend dazu zeige ich euch heute, wie ihr mit einfachen Mitteln euren individuellen Schleifenkasten basteln könnt.

 

So mancher wird jetzt sagen: „Schleifenkästen kann man doch kaufen, warum sollen wir einen selbst machen?“ Natürlich könnt ihr auch einfach einen fertigen Schleifenkasten kaufen. Das hat nur zwei Nachteile:

  1. So ein „fertiger“ Schleifenkasten ist mitunter ganz schön teuer. Je nach Ausführung wandert da schon eine ordentliche Summe über den Ladentisch. Für das Bisschen (Sperr-)Holz mit einer Glasscheibe obendrauf finde ich das teilweise schon leicht überzogen.
  2. Viele dieser Schleifenkästen sind ziemlich groß und klobig. Wenn man nun der erfahrene Turniercrack ist und jedes Wochenende Schleifen mit nach Hause bringt, hat man damit natürlich weniger Probleme als jemand, der vielleicht noch nicht so oft gestartet ist oder einfach noch nicht so viele Platzierungen hatte, ergo noch nicht so viele Schleifen besitzt. Und mal ehrlich: so ein paar einsame Schleifen in so einem großen Schaukasten sieht doch irgendwie doof aus, oder? Doch auch wenige Schleifen wollen gezeigt werden!

 

Darum dachte ich mir, „Das muss doch auch günstiger und individueller gehen.“ Und das tut es auch. Wie, zeige ich euch hier. Zunächst besorgen wir uns erstmal das Material. Für meinen Schleifenkasten habe ich gebraucht:    

 

  • Kasten/Bilderrahmen, z.B. einen Collage-Rahmen von Nanu Nana 32 x 52 cm, ca. 10 €
  • Unterlegklötzchen aus Holz
  • stabiles Paketband
  • Stift (Filzstift/Edding)
  • Schere
  • Maßband
  • Hammer
  • Nagel
  • Woll- oder Stopfnadel


STEP 1:

Für so einen Schleifenkasten empfiehlt sich ein solcher Collage-Bilderrahmen. Also einer, der hinten eine Rückwand hat, vorn offen ist und eine gewisse Tiefe besitzt. Dadurch entsteht erst die "Schleifenkasten-Optik" und die Schleifen kommen damit einfach besser zur Geltung.

 

Zunächst entfernt ihr aus eurem Rahmen erstmal alles, was nicht gebraucht wird. In meinem Fall habe ich nur die bereits gespannte Schnur drin gelassen und die Fotoecken, weil sie mich nicht stören. Wer mag, kann die aber auch noch rausmachen.



STEP 2:

Jetzt wollen wir Schnüre spannen, wo später die Schleifen eingehängt werden können. In meinem Rahmen ist oben bereits eine Schnur gespannt. Ich möchte insgesamt 3 Schleifenreihen in meinem Kasten haben, also brauche ich noch zwei weitere Schnurreihen. Dafür nehme ich das Maßband und den Stift und messe am Rand jeweils zwei Punkte ab, wo die Löcher für die Schnur hinkommen sollen. Meine großen Turnierschleifen haben einen Radius (Achtung, nicht mit Durchmesser verwechseln) von ca. 6 cm, also messe ich von unten 6cm ab und mache am Rand, wo die Rückwand auf den Rahmen trifft, einen Punkt. Auf der gegenüberliegenden Seite ebenso. Danach brauche ich nur noch die Mitte zwischen diesem Punkt und der oberen Schnur abzumessen und habe somit den Punkt ermittelt, wo die mittlere Schnur hinkommt. Damit haben alle drei Reihen den gleichen Abstand zueinander.



STEP 3:

Nun muss ich Löcher in die Rückwand machen, durch die ich später das Paketband ziehen kann. Dazu lege ich erst die Unterlegklötze unter den Rahmen, denn wir wollen ja keine Löcher in den Tisch/Fußboden schlagen. Dann nehme ich den Nagel und schlage ihn jeweils in die markierten Punkte und ziehe ihn wieder raus. Da die Rückwand meines Bilderrahmens relativ dünn ist, geht das problemlos ohne Bohrmaschine.



STEP 4:

Ich nehme das Paketband und messe jeweils 2x den horizontalen Abstand zwischen den Löchern ab, denn ich möchte das Band ja jeweils einmal vorn und einmal hinten spannen (die Enden werden dann später hinten verknotet). Dann ziehe ich die Schnüre durch die Löcher durch. Da diese recht klein sind, nehme ich mir die Stopfnadel zu Hilfe. Die hat ein recht großes Öhr und ist vorn stumpf. Damit kann ich das Paketband problemlos durch die Löcher fädeln.



STEP 5:

Jetzt muss ich nur noch die Enden der beiden Schnüre auf der Rückseite jeweils stramm mit einem Doppelknoten verknoten. Dabei wirklich darauf achten, dass das Paketband straff gespannt ist, damit es unter dem Gewicht der Schleifen später nicht durchhängt. Die überstehenden Enden knapp am Knoten abschneiden.

 

Und schon ist der Schleifenkasten fertig und kann mit den Schleifen bestückt werden. Total easy, oder? Wer mag, kann natürlich den Rahmen auch noch bunt bekleben, bemalen oder anderweitig gestalten. Da sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt!



In Summe kostet so ein Schleifenkasten keine 20 €. Man kann auf diese Weise mehrere basteln und damit dann ganz toll seine Wand gestalten. Natürlich ist sowas auch immer eine tolle Geschenkidee.

 

Da sich in meiner aktiven Zeit doch ein paar Schleifen angesammelt haben (wovon ich zwischenzeitlich einen Teil davon leider schon wieder entsorgt hatte), habe ich mir auch direkt mehrere dieser Schleifenkästen gebastelt, in die ich nun nach und nach meine Schleifen einsortiere. Da ich meine Schleifen in meinem Arbeitszimmer unter der Dachschräge hängen haben wollte, habe ich die Kästen entsprechend an der Wand angebracht. So fügt sich alles toll in die Schräge ein und ich habe immer einen Blick auf meine Schleifen.

 

Und nun viel Spaß beim Nachbasteln!