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Xeron kaufen? Aufregung bei Turnieren? Reitet der Mann auch? - Ich beantworte eure Fragen | Q&A

Vor einiger Zeit konntet ihr mir wieder Fragen auf Instagram stellen und auch per PN kommen ab und zu Interessensbekundungen zu diversen Themen.  Eigentlich hatte ich euch dazu ein neues Video versprochen und eigentlich hatte ich auch schon angefangen zu drehen. Wie es halt immer mal so kommt im Leben, kommt mir aber derzeit dauernd irgendwas dazwischen und da ein Videodreh mit anschließender Bearbeitung meist etwas länger dauert und ich euch nicht länger auf die Antworten warten lassen möchte, habe ich mich entschlossen, das Video sein zu lassen und stattdessen einfach mal wieder die Tasten zu schwingen. Hier also das langersehnte Q&A-Nicht-Video.

 

"Kaufst Du Eure Outfits immer nur neu?"

 

Nein, nicht nur. Ich bin zugegebenermaßen ein kleiner Sparfuchs und durchforste regelmäßig Kleinanzeigen nach Sachen, die zwar gebraucht, aber noch gut in Schuss sind. Ich muss nicht immer zwingend direkt jeden Trend mitmachen und die neuen Kollektionen sofort haben, nur um dann sagen zu können, „Guck mal, ich hab‘ dieses und jenes auch schon.“ Es interessiert im Stall sowieso keinen und das Pferd am Allerwenigsten. Gerade bei den Schabracken sind mir viele, die mir gefallen, im Neuzustand beim Händler schlicht zu teuer. Da warte ich dann lieber ein paar Monate und schaue dann, ob ich gebraucht einen guten Schnapp machen kann. Das schont den Geldbeutel deutlich. Auch Reitbekleidung kann schonmal Second-hand sein. Manche verkaufen Sachen auch nur, weil es ihrerseits ein Fehlkauf war. Da kann man dann auch getrost zuschlagen. Das so Gesparte kann ich dann in die nächsten Reitstunden investieren.

 

"Reitet Dein Freund (Mann) auch?"

 

Nein. Der Mann kann damit nicht so viel anfangen. Er geht lieber Radfahren. Zwar kommt er ab und zu mal mit in den Stall und er findet Pferde an sich auch toll. Gerade auch Xeron, weil er Friesen sehr mag. Pferde streicheln und füttern ist super. Selbst reiten eher nicht. Er hat es aber auch noch nicht ausprobiert. Wahrscheinlich wäre er eher der Western-Geländereiter, maximal. Dressur findet er ziemlich langweilig. Wir waren ja letztes Jahr in Neu-Anspach zum Dressurfestival auf der Wintermühle, da hat er von sich aus gesagt, dass er mitkommt. Er hat dann auch den Tag tapfer durchgehalten. Aber sowas ist eher die Ausnahme. Trotzdem hat er Verständnis für mein Hobby und wenn er dann hin und wieder sagt, er kommt mit in den Stall oder aufs Turnier, freue ich mich umso mehr.

 

 

"Würdest Du Xeron kaufen?"

 

Ich glaube, da müsste ich nicht allzu lange überlegen. So sehr wie mir Xeron ans Herz gewachsen ist und so wie er charakterlich auch dem entspricht, was ich mir für ein eigenes Pferd wünschen würde, würde ich ihn – falls es jemals so weit käme – mit Sicherheit kaufen. Sofern man sich auch über die restlichen Konditionen einig würde. Und natürlich hat der Mann ja auch noch ein Wörtchen mitzureden bei so einer Entscheidung. Aktuell steht ein Verkauf allerdings nicht zur Debatte.

 

"Wie oft in der Woche bist Du bei Xeron?"

 

Ich bin 3-4 Mal pro Woche bei Xeron. Aktuell sind Montag und Dienstag meine „festen“ Tage und an den Wochenenden habe ich ihn wechselweise einen oder beide Wochenendtage. Und wenn Regina mal urlaubs- oder krankheitsbedingt ausfällt, bin ich natürlich dann auch öfter bzw. an anderen Tagen da.

 

 "Welche Ziele/Wünsche hast Du für Xeron und Dich?"

 

Anfang des Jahres habe ich in einem Blogbeitrag schonmal das Thema „Ziele“ angesprochen. Die Hauptziele von damals haben wir so gesehen schon geschafft. Darauf aufbauend möchte ich nun an unseren Baustellen in der Dressur arbeiten, damit wir nächstes Jahr besser sind. Mittelfristig, also für die nächsten etwa 2 Jahre wäre mein Wunsch, ihn und mich auf ein gutes L-Niveau zu bringen. Ich denke, das ist realistisch. Ob es darüber hinaus langfristig für „mehr“ bei ihm reicht, wird sich zeigen. Er ist ja kein leichtfüßiges Dressurpferdchen und wird wahrscheinlich eher kein M/S-Niveau erreichen, aber das muss er auch gar nicht. Mir ist nach wie vor wichtig, dass wir beide Spaß am Training haben, dass es abwechslungsreich bleibt und nicht langweilig. Daher wird den Herbst/Winter über auch viel Gelände, Boden- und Stangenarbeit auf dem Plan stehen. Wir wollen auch wieder das Training mit den Schwarzen Perlen Kranichstein fortführen und vielleicht nächstes Jahr dann auch mal an einem Showauftritt mitmachen. Ich glaube, das würde ihm schon Spaß machen.

 

 

"Was ist Deine Lieblings-Lektion zum Cool down?"

 

Zugegeben, Xeron hält nicht viel von „Cool down“. Der Friesendiesel braucht sowieso eine Weile, bis er mal auf Betriebstemperatur ist und wenn er dann halbwegs warmgelaufen ist, bin ich schon wieder fix und fertig. Entsprechend ist das Cool down bei uns eher unspektakulär. Generell lasse ich ihn nach der Arbeitsphase eine Zeitlang locker im Leichttraben austraben und gebe nach und nach die Zügel aus der Hand, damit er sich schön dehnen kann. Dabei bleibe ich meist auf gebogenen Linien, damit die Muskulatur auch nochmal seitlich gedehnt wird. Eigentlich ist es mir wichtig, nach der Arbeitsphase und dem Austraben auch nochmal einige Zeit Schritt zu gehen, aber Xeron benötigt dafür immer etwas Überredung. Er bleibt dann in der Ecke stehen oder will Richtung Ausgang abkürzen. Da wir sowohl die Möglichkeit haben, entweder durch ein Tor auf direktem Weg zum Stall zu kommen oder einmal um die Anlage rum, gehe ich bei gutem Wetter und wenn’s hell ist nochmal im Schritt mit ihm außenrum. Da kann er dann auch nochmal gucken und dann ist ihm auch nicht so langweilig, wenn er noch zwei, drei Minuten Schritt gehen muss.

 

 "Wann hast Du Deine Trainingseinheit bei Sönke Rothenberger?"

 

Da habe ich noch keinen genauen Termin. Die Vorfreude ist aber auf jeden Fall schon groß! Sobald der Termin feststeht, erfahrt ihr es natürlich.

 

 "Bist Du bei Turnieren aufgeregt?"

 

Nein, komischerweise bin ich gar nicht aufgeregt auf Turnieren. Früher als Teenie war ich immer wahnsinnig aufgeregt und nervös und konnte die Nacht vorher nie schlafen. Ich weiß nicht, ob’s am Älterwerden liegt, aber mittlerweile bin ich da echt ziemlich gechillt. Möglicherweise liegt es aber auch daran, dass Xeron so eine coole Socke ist. Wir geben uns da gegenseitig Sicherheit. Das macht schon viel aus. Früher hatte ich auf Turnieren meist totale Nervensägen unterm Sattel, bei denen das Prinzip „Alles ist möglich“ galt. Totales Abspacken auf dem Abreiteplatz, Nicht-verladen-werden-wollen und sowas war da an der Tagesordnung. Klar, dass man dann aufgeregt ist, weil man nicht weiß, was einen am Turnier wieder erwartet.

 

 

"Wie zufrieden bist Du mit dem Caprilli-Sattel?"

 

Xeron’s Dressursattel gehört ja nicht mir. Anfangs war das schon eine ziemliche Umstellung für den Popo, weil der Sattel vom Sitz her eben einfach anders ist als die Sättel davor. Ich persönlich schwöre immer noch auf Dressursättel von Otto Schuhmacher. Den Profi Exklusiv, den ich ja mal hatte oder auch den Dynamic mit der größeren Schulterfreiheit. Ich finde es aber immer schwer, Empfehlungen für Sättel auszusprechen, denn jeder Reiter ist anders gebaut und fühlt sich unterschiedlich wohl in Sätteln. Da pauschal zu sagen, dieser oder jener Sattel ist gut, finde ich immer etwas schwierig. Ob ich mir selbst einen Caprilli kaufen würde, kann ich nicht pauschal sagen. Würde Xeron mir gehören und ihm würde auch ein Schuhmacher passen, würde ich wohl wieder zum Schuhmacher greifen. Das heißt aber dann noch lange nicht, dass Caprilli-Sättel schlecht sind. Ich habe mich dran gewöhnt und ich kann in ihm gut sitzen. Insofern bin ich schon zufrieden damit.

 

 

"Würdest Du noch einen zweiten Instagram-Account machen, z.B. mit Deinen Katzen?"

 

Ach, es gibt so vieles, was ich machen wollen würde, aber mir fehlt schlicht die Zeit. Insofern käme ein zweiter Account, egal zu welchem Thema, wohl eher nicht in Betracht. Ich finde, man muss nicht omnipräsent sein. Lieber auf ein paar wenige Dinge konzentrieren und dann lieber die ordentlich machen. Da fällt mir ein, meinen Pinterest-Account müsste ich auch mal wieder auf Vordermann bringen… *huch*

 

"Du kommst ja aus dem Rhein-Main-Gebiet, kennst Du Damiana Spöckinger?"

 

Ja, wir kennen uns, wenn auch eher flüchtig. Wir haben uns ein paar Mal auf diversen Veranstaltungen gesehen und kurz gequatscht, aber wir waren bisher beide leider immer zeitlich eher kurz angebunden. Vielleicht habe ich ja mal Gelegenheit, sie etwas besser kennenzulernen, da würde ich mich auf jeden Fall freuen. Sie ist auf jeden Fall super nett, genauso wie ihre Mama Gabi.

 

 

"Wie ist das, wenn man andere Blogger und Influencer auf Veranstaltungen trifft?"

 

Bisher war das im Großen und Ganzen immer toll. Es macht Spaß, sich auch mal persönlich mit Gleichgesinnten auzutauschen und sie in natura kennenzulernen. Durch das gemeinsame Hobby hat man irgendwie immer direkt einen Draht zueinander. Aus manchen Bekanntschaften haben sich auch richtige Freundschaften entwickelt. Klar gibt es auch welche, die eher für sich bleiben wollen. Das sind dann meist die schon etwas Bekannteren, die schon größere Kooperationen und entsprechend große Followerzahlen haben. Da hatte ich bei manchen den Eindruck, die kapseln sich etwas ab und wollen nur mit denen zu tun haben, die ähnlich „groß“ wie sie sind. Manche wollen auch komplett ihr eigenes Ding machen und halten nur für ein gemeinsames Foto mal kurz das Gesicht hin und sind dann wieder weg. Das finde ich aber auch nicht sonderlich schlimm. Auf jeden Fall waren alle immer nett. Wir sind ja alle nur Menschen. Der eine ist vielleicht bekannter, der andere weniger.

 

"Bist Du dieses Jahr wieder in der Festhalle?"

 

Na klar! Heimspiel muss sein!

 

 

Ihr habt weitere Fragen, die ihr gern mal beantwortet haben möchtet? Dann immer her damit! Es wird nicht das letzte Q&A gewesen sein. ;)

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