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Rückblick 7/2018

Letzten Monat habe ich die neue Blogserie zum Thema Monatsrückblick gestartet. Da es bei euch anscheinend gut ankommt, am Ende jeden Monats nochmal eine kleine Zusammenfassung zu bekommen, geht es nun weiter mit dem Rückblick zum Juli.

 

Was war los?

 

Heiß, heißer, Juli 2018! So in etwa kann man den vergangenen Monat beschreiben. Zumindest wettertechnisch. Die letzten Wochen wurden uns wunderbare Sommer-Sonnenstunden beschert, wobei die Temperaturen deutlich über 30 Grad gestiegen sind. Da denkt man an alles: Eis essen, Schwimmbad, auf dem Strandtuch in der Sonne brutzeln. Aber nicht an die "Blogpflege". Zudem gab es auf Arbeit viel zu tun, mein Überstundenkonto ist ordentlich angewachsen. Und so kam es, dass ich im Juli etwas "gelumpt" habe, was den Blog anbelangt.

 

Untätig war ich allerdings ganz und gar nicht. Anfang des Monats, als die Temperaturen noch halbwegs erträglich waren, habe ich mit Romeo schön gearbeitet. Er lief wirklich gut und hat auch schon ein paar mehr Muskeln bekommen, meine ich. Zuletzt hat mein Mann auch in einer Trainingseinheit mitgefimt. Leider ist es in der Halle einfach zu dunkel, auch mit Hallenlicht, sodass man einfach keine ordentlichen Aufnahmen im Sinne von guter Qualität hinbekommt. Ein paar Fotos und sogar ein kleiner Videoausschnitt für Instagram sind allerdings dennoch entstanden. Die letzten beiden Wochen hatte Romeo dann hitzefrei. Da das Thermometer ja fast permanent über 30 Grad und kaum ein leichtes Lüftchen zu spüren war, war es mit dem Reiten so eine Sache. Romeo ist ja schon 19 und hat etwas Atemprobleme, was sich durch einen leichten Ton und etwas weniger Kondition als "normale" Pferde zeigt. Zudem hatte er zwischendurch einen leichten Nasenausfluss, was wir mit dem Zufüttern von frischem geriebenen Rettich ganz gut in den Griff bekommen haben. Trotzdem möchten wir ihn in der Hitze nicht überanstrengen, sodass vermehrt "leichtes" Programm angesagt war. Naja, ganz so schlimm fand ich es aber auch nicht, denn wirklich Lust, sich im Sattel abzumühen, hat man bei der Hitze ja nicht wirklich, oder? So ist das eben im Sommer. Außerdem man hat ja genügend andere Möglichkeiten, sich mit dem Pferd zu beschäftigen.

 

Untrennbar mit dem Sommer verbunden sind auch die Plagegeister Nummer Eins: die Bremsen. Bei uns am Stall ist es ganz schlimm. Kaum steht das Pferd am Putzplatz, werden wir von den Viechern belagert. Draußen auf dem Platz reiten gleicht dann eher einem "den-Bremsen-davonreiten" denn wirklich konzentrierter Arbeit. Aber deswegen ständig in die Halle gehen möchte man ja auch nicht. Also muss ein funktionstüchtiger Insektenschutz her.  Da mein bisheriger Bremsenschutz dieses Jahr leider total versagt hat, habe ich ein paar neue Sprays getestet und bin bei einem neuen Produkt von Effol gelandet. Meine Erfahrungen habe ich dazu direkt mal in einem Blogbeitrag zusammengefasst. Bisher sind wir weiterhin sehr zufrieden mit dem Spray.

 

In den Abendstunden klicke ich mich bekanntermaßen gern durch Instagram. Schaue mir neue Blogbeiträge an und Stories anderer Blogger. Seit geraumer Zeit gibt es ja nun auch den "Stell mir eine Frage" Button in den Stories, welchen ich auch mal ausprobiert habe. Eine ganz witzige Idee, wie ich finde! Ihr habt euch auch nicht zweimal bitten lassen, sondern mir direkt auch eure Fragen zukommen lassen. Erfahrungsgemäß waren auch wieder Fragen darunter, die ich bereits in meinem Q&A Nr. 1 beantwortet hatte, aber eben auch neue Fragen. Ich habe mir zum Beantworten direkt auch Gedanken gemacht, ob ich es direkt auf Instagram machen soll oder vielleicht doch lieber auf dem Blog. Bei letzterem hat man ja den Vorteil, dass man die Antworten länger als einen Tag sehen kann. Außerdem wollte ich mich gern mal im Videodreh versuchen und so kam ich zum Entschluss, die Fragen einfach mit einem Q&A-Video zu beantworten. Ich kann euch sagen, es war ganz schön ungewohnt für mich! Wenn man sich die Videos anderer ReiterInnen auf YouTube anschaut, sehen die immer so professionell aus und man denkt sich dann "Wie lange haben die gebraucht, bis sie dieses Ergebnis hinbekommen haben?" Manche sind ja auch einfach Naturtalente, die können aus dem Stegreif einfach losquasseln. Ich kann das (noch) nicht. Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister. Vielleicht sollte ich einfach mehr Videos machen, dann bekommt man mit Sicherheit mehr Routine. Zumindest für den Anfang bin ich mit meinem ersten Video aber recht zufrieden.

 

Verantaltungstechnisches Hightlight war im Juli der CHIO Aachen, zu dem ich aus privaten Gründen dieses Jahr leider nicht fahren konnte. So blieb mir nur das Zuschauen vom Fernseher aus. Die Eröffnungsfeier war sehr schön, wobei mein Mann (übrigens Nicht-Reiter!) kritisch anmerkte, dass ja eigentlich ganz schön wenig Pferde-Acts dabei gewesen sind. Von der großen "Reiter-Schnecke" war er allerdings ziemlich beeindruckt. Leider war auch dieses Jahr das Thema "Rollkur" auf dem CHIO ein ganz großes, über das diverse Medien ausführlich berichteten. Die hitzige, seit Jahren anhaltende Diskussion natürlich mit inbegriffen. Da konnten auch die vielen Instagram-Stories der anwesenden Reitsportblogger zum Thema "Wie parke ich mit dem super-duper-dollen Mercedes den Hänger ein, ohne die anwesenden Pylonen zu schrotten" nicht von ablenken. Ich kann dazu nur sagen: Schade, dass es das Thema immer noch gibt. Also die Rollkur, nicht das Pylonen-Schrotten. Schade, dass die Sportverbände da keinen "Arsch in der Hose" haben und nicht betreffenden Reiter einfach mal für die nächsten paar Veranstaltungen sperren. Beim Fußball geht's doch auch. Und absolut schade, dass die Reiter mal wieder die Diskussion nur in schwarz-weiß führen, sich gegenseitig beschimpfen und jeder zum ach so kundigen Experten wird. Das Ganze ist mittlerweile so müßig und obwohl es richtig und wichtig ist, Mißstände aufzuzeigen, schießen mal wieder einige kilometerweit am wohlgemeinten Ziel vorbei. Versteht mich nicht falsch: Ich bin nicht nur gegen Rollkur, sondern gegen jede Form von Misshandlung. Und zwar in jeder Reitweise und auch generell im Umgang mit Tieren. Aber es wäre wünschenswert, wenn manch einer sich erstmal das nötige Fachwissen aneignet, bevor er groß den Mund aufreißt. Was man da in den öffentlichen Diskussionen teils für haarsträubende, unreflektierte Kommentare liest - da schwillt mir genauso die Halsschlagader wie beim Anblick eines sichtlich gequälten Pferdes!

 

Aber zurück zum Thema "Veranstaltungen". Am letzten Juli-Wochenende war ich auf dem Dressurfestival auf der Wintermühle in Neu-Anspach zu Gast.  Anlässlich des 40. Geburtstags des dort ansässigen Reitvereins war ich für euch vor Ort, um Eindrücke in Wort und Bild einzufangen. Das Turnier ist zwar nicht so groß und "bekannt" wie andere hier in Deutschland, aber das Starterfeld ist deswegen nicht weniger prominent und international in den hohen Klassen. Ich war übrigens nicht die einzige Bloggerin, die zu Gast war. Viviane Dittmar (viviaaane_n) war ebenfalls auf der Wintermühle, denn sie hatte die große Ehre, sich dort hinter den Kulissen mit Dorothee Schneider zu treffen. Ein absoluter Mädchentraum. Vielleicht habe ich ja auch irgendwann mal die Gelegenheit einen bekannten Reiter für länger als 2 Minuten und das obligatorische Fan-Foto zu treffen. Für mich war es aber auch so auf jeden Fall ein toller, entspannter Sonntag mit (meist) guten Ritten und bekannten Gesichern. Bei der Gelegenheit habe ich mich direkt auch mal im Posieren in einem Auto versucht. Einem Mercedes. Muss man ja als Blogger auch können, das Posen. Vielleicht qualifiziert mich das ja für die nächste Großveranstaltung, werbewirksam mit bereitgestellter Karosse einen Hänger einzuparken?! Ich schwöre, ich kann das - bei mir muss keine Pylone leiden. Also CHIO, weißt'e Bescheid - call me!

 

Tja, und damit war der Juli auch schon wieder vorbei. So schnell geht's!

 

 

Meine Blogposts im Juli

 

Q&A Nr. 2

Mein Sommer-Must-have

Dressurfestival Wintermühle 2018

 

 

Mein Monat auf Instagram

 

 

 

Ausblick in den August

 

Die kommenden Tage wird es beruflich und privat erstmal wieder etwas ruhiger. Im August stehen erstmal keine nennenswerten Veranstaltungen auf dem Plan. Anfang des Monats habe ich ein par Tage frei. Zeit also, mich um ein paar Blogbeiträge zu kümmern, die noch im Entwurfsmodus in der Schublade schlummern. Neben dem längst überfälligen DIY für das Fliegenmützchen wird es unter anderem ein wenig "Reitlehre" mit ein paar praktischen Tipps geben.

 

Ich kann euch sagen: Ich freue mich schon auf meinen Urlaub! Auch wenn es nur ein paar Tage sind, aber die sind langsam bitter nötig. Bei mir ist es immer so, dass ich dann richtig merke, wie innerlich "die Maschinen runterfahren". Wisst ihr, was ich meine? Für mich ist jeder Tag im Stall auch schon wie eine kleine Auszeit vom restlichen Alltag. Und trotzdem braucht es eben ab und zu auch mal "richtigen" Urlaub. Die Zeit einfach genießen. Nicht hetzen müssen. In den Tag hinein leben und nur die Dinge machen, auf die man grad Lust hat. Kraft für neue Dinge tanken. Solche Sachen.

 

Es soll ja in den nächsten Tagen auch erstmal wieder etwas abkühlen. Dann können Romeo und ich auch wieder das Traning aufnehmen. Ich hatte euch in meinem Q&A ja von der Sache mit den Online-Reitturnieren erzählt und ich muss sagen, je mehr ich drüber nachdenke, umso mehr gefällt mir der Gedanke, da auch mal diesen Herbst mitzumachen. Natürlich müssen Romeo und ich uns dafür erst vorbereiten. Ich rechne bei der ersten Teilnahme jetzt noch nicht mit einer Platzierung, aber so ein nettes Trost-Schleifchen gibt es ja auf jeden Fall und das macht sich bestimmt auch ganz nett in meinem Schleifenkasten.Und für den Dicken hat es den Vorteil, dass wir nicht erst irgendwo hin fahren müssen und er den ganzen Turnierstress nicht hat. Außerdem kann ich dann endlich mal wieder mein Turnierdress tragen. Das wird ein Spaß! Und dann gibt's hier auf dem Blog dann natürlich auch das Video dazu. Also, stay tuned!

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